01.12.2015 - 12:57 Uhr Von: Sebastian

Mehrheit gegen Olympische Spiele in Hamburg


Olympia? Nein danke. Die Bevölkerung Hamburgs sprach sich am Sonntag gegen eine Bewerbung Hamburgs für die Olympischen Sommerspiele 2024 aus. 50% der Hamburger nahmen an diesem Volksentscheid teil, 51,6 Prozent waren dagegen, 48,4 Prozent dafür. Damit wird die lange Geschichte des Scheiterns olympischer Bewerbungen in Deutschland nur fortgesetzt, war also erwartbar.

Für uns Basis-Sportler, -Vereine und -Trainer ist eine solche Entscheidung enttäuschend und verständlich zugleich. Wir hätten olympischen Spitzensport gerne als Werbung für den Sport überhaupt, also auch für das, was unser Verein bietet und wofür wir uns abrackern. Verständlich finden wir die Ablehnung, weil Doping-Skandale, die wir ablehnen, die Olympischen Spiele unaufhörlich zu begleiten scheinen, und weil uns der kommerzielle Circus und die gigantischen Kosten des Spitzensports für die Steuerzahler unerträglich erscheinen. Können olympische Sportstätten nicht für den Dauergebrauch geplant werden, statt im Einmalgebrauch nach den Spielen zu einer Last zu werden? Auch wir haben Fragen über Fragen zum Spitzensport, obwohl wir Sport lieben, sportlichen Wettkampf und Wettbewerb klasse finden und sportliche Bewegung für ein ganz wichtiges Mittel zur gesund Erhaltung von Kindern und Erwachsenen in unserer bewegungsarm gewordenen Gesellschaft wertschätzen.


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